Plötz (Soziologe) über die Wirkungsweise des Tieres:

 

"Es stellt eine Verbindung her zum vielfach verloren gegangenen ursprünglichen Leben und hilft, die technische Welt in ihrer Einsamkeit und Seelenlosigkeit zu bewältigen."

 

 

 

 

 

Im Wesentlichen prägend für meine therapeutische Herangehensweise sind:

 

 

 

die Verbindung zu dem ganzheitlichen und gesundheitsorientierten Behandlungskonzept der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik, Allergologie, Pneumologie der Kinder- und Jugendklinik, Gelsenkirchen. Seit über 30 Jahren wird hier konsequent und multiprofessionell mit den Ressourcen chronisch erkrankter Menschen gearbeitet und jeweilige Systeme der Patienten therapeutisch einbezogen, um größtmögliche Nachhaltigkeit der gesundheitlichen Entwicklung anzustreben

 

 

 

die sozialpädagogische Tätigkeit im Rahmen der Benachteiligtenförderung/SOS-Kinderdorf Niederrhein deren ( ) 'Arbeit auf einem humanistischen Menschenbild gründet, das seine Wurzeln in christlichen Werten hat. Wir achten die Würde und Einzigartigkeit eines jeden Menschen, unabhängig von seiner Leistung und gesellschaftlichen Stellung. Wir vertrauen auf die Sinnhaftigkeit menschlichen Lebens und auf die Fähigkeit des Menschen, sein Leben im Einklang mit sich selbst und der Gemeinschaft zu gestalten, trotz individueller und gesellschaftlicher Hindernisse.' ff (Auszug aus dem Leitbild SOS-Kinderdorf e.V.)

 

 

 

das Interesse für Entwicklungen in der Lernforschung und Neurobiologie - u.a. die Auswirkungen emotionaler Stimmungen auf die Lernfähigkeit von Individuen (z.B. Prof. Dr. Gerald Hüther)

 

 

 

die ausgezeichnete Ausbildung zur Reittherapeutin/pferdegestützte Therapie am PIRT mit seinem interdisziplinären Team und der psychologisch-psychotherapeutischen Grundlage , dem Pferd als Co-Therapeuten, Medium und Kommunikationspartner. Unsere reittherapeutische/pferdegestützte Arbeit gründet auf einem humanistischen Ansatz, der neurobiologisch fundiert ist und entsprechend eine ressourcenbasierte Ausrichtung hat. Dabei sehen wir den Menschen als auch das Pferd als bio-psycho-soziale Einheit und setzen im therapeutischen Handeln den Schwerpunkt auf diese Ganzheitlichkeit.

 

(Curriculum Plennschützer Institut für Reiten und Therapie)

 

 

 

 

 

 

 

Ziele/Setting/therapeutische Haltung

 

 

 

Im Rahmen der therapeutischen, pferdegestützten Arbeit werden Verbesserungen der emotionalen-, sozialen- und Gesundheitskompetenz angestrebt. Ein entwicklungsreicher Verlauf - es gehören dazu auch Stillstände und/oder scheinbare Rückfälle - stärkt den Menschen, mit entsprechender Anleitung und begleitetem Transfer in alltägliche Lebenslagen, aus sich selbst heraus eine stressreduziertere Lebenssituation zu gestalten und somit zu erhöhter Lernfähigkeit, besserer Koordinationsfähigkeit, zu erhöhter Kompetenz bei der Steuerung der Impulskontrolle - insgesamt zu gesundheitsorientierteren Alltagsgestaltung durch Erweiterung der persönlichen Handlungskompetenzen zu finden.

 

 

 

Dabei spielt die meist hohe intrinsische Motivation des Klienten, mit dem Medium Pferd in einen guten Kontakt zu treten, eine wichtige Rolle im Arbeitsprozess. Das Verhalten der Tiere in der Beobachtung und später auch in der Interaktion, wird vom Klienten u.a. als Projektionsfläche innerer Befindlichkeiten und Spiegelbild emotionaler Bewegungen genutzt. Zunächst meist ohne bewusst zu handeln - später im therapeutischen Prozess kann dies gezielt  genutzt werden. Das therapeutische Setting - die annehmende, wohlwollende und vorbehaltlose Grundhaltung des Therapeuten und Co-Therapeuten Pferd, zusammen mit dem geschützten und zeitlichen Rahmen - bietet dem Einzelklienten den notwendigen Raum für eine individuelle Entwicklung problemlösender und gesundheitsfördernder Strategien:

 

 

  • Zeitraum: 2-5 Therapieeinheiten zur Probe
  • nach Möglichkeit gemeinsame Therapieplanung/Klient im Kontakt mit Überweisenden + Kostenträgern
  • folgend ca. 10 bis 25 Therapieeinheiten á 30 - 60 Minuten
  • wochentags Abendtermin, Wochenende/Ferien nach Absprache
  • bei Bedarf flexibles therapeutisches Setting (aufsuchend)
  • Krisenintervention
  • Deeskalation
  • Schaffen von Reflexionsräumen
  • Einbezug relevanter Netzwerkpartner
  • schriftliche Empfehlung an Netzwerkpartner
  • Evaluation im Rahmen von Qualitätssicherung

 

 

 

Instrumente/Methoden/Quellen:

 

 

  • Zielfindung nach S.M.A.R.T. (Specific Measurable Accepted Realistic Timely) +
  • "Grow"-Modell, John Whitmore (Goal setting, Reality checking, Options, What-When-Who-Will)
  • Gesprächsführung/Klientenzentriert und Lösungsorientiert
  • Prof. Dr. Peter Fuchs, Systemtheorie u.a.
  • Einbindung/Philosophie der work-life-balance
  • Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe u.a.
  • Lernpsychologie/Konstruktivismus, Jean Piaget, Wygotski
  • Archiv der Zukunft - Gelingen rund um das Thema Lernen
  • Montessori Pädagogik
  • Kommunikationsmodell Schulz von Thun
  • Kommunikationsmodell Paul Watzlawick
  • Gelsenkirchener Behandlungsmodell psychosomatische Erkrankungen, Prof. Dr. E. A. Stemmann u.a.
  • Psychoseseminar, Prof. Dr. Peter Stolz u.a.
  • Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen, Hans-Christoph Steinhausen u.a.
  • Irren ist menschlich u. a., Prof. Dr. med. Klaus Dörner
  • ICD 10
  • Konsistenztheorie, Klaus Grawe, Neuropsychologe
  • Bedürfnispyramide nach Maslow
  • Entwicklungspsychologie, Laura Berk u.a.
  • Verhaltensauffälligkeiten, Erhard Fischer u.a.
  • Psychodrama, systemische Ansätze und Rollenspiel
  • Entspannungstechniken (Progr. Muskelentspannung, autogenes Training, Visualisierung, Selbstinstruktion)
  • Wahrnehmungs-, Achtsamkeitsübungen/z.B. Focusing
  • Feldenkrais
  • EFT Klopf-Methode
  • Pferdegestützte Therapie bei psychischen Erkrankungen, Carolin Opgen-Marion Kläschen-Michael Dettling, Schattauer Verlag 2011
  • Experientielle Reittherapie, Ein erlebensorientiertes Lehr- und Arbeitsbuch, Kurt Schley & Silvia Gerster, Adebar Verlag, Offenburg 2009

 

 

 

 

 

Therapieplanung

 

individuell/Einbeziehung des Klienten/Netzwerk

unter Berücksichtigung der

 

 

 

4 zentralen Grundbedürfnisse nach Grawe

 

 

 das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle

das Bedürfnis nach Bindung

das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung/-schutz sowie

das Bedürfnis nach Lustgewinn/Unlustvermeidung

 

 

 

Einsatz des Medium's Pferd

 

 

passend zu Klient und aktuellem Therapieprozess

nach natürlichen Pferdeverhaltens- und kommunikationsaspekten

nach individueller Lern- und Emotionskompetenz der Tiere

 

 

 

Die Therapiepferdeausbildung und -gesunderhaltung

wird betreut durch:

 

 

 

- Agnetha Bräutigam, Pferdeverhaltenstherapeutin, Schmallenberg

 

- Professionelle Barhufpflege: Corinna Küsters-Gloddek, Nettetal

 

- Clara Hengstermann, Heilpraktikerin-Tierheilpraktikerin, Geldern

 

- Tierarztpraxis Dr. Mertens & Küppers, Geldern

 

 

 

 

 

Konzeption und Evaluation

 

 

in Kooperation mit der

 

Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik, Allergologie, Pneumologie

 

der Kinder- und Jugendklinik, Gelsenkirchen